Präsentationen werden häufig außerhalb der Gruppe geteilt, für die sie ursprünglich erstellt wurden. Ein Deck geht an Teilnehmer, Kunden, Direktoren, Kollegen oder ein breiteres Publikum. Genau aus diesem Grund können Präsentationen Datenschutzrisiken bergen: ein Name in einem Beispiel, eine E-Mail-Adresse in einem Screenshot, ein Token in einer URL, eine Sozialversicherungsnummer in Testdaten oder sensible Informationen in Vortragsnotizen.
OciDeck behandelt den Datenschutz daher als Teil des Erstellungs- und Exportprozesses und nicht als separate Prüfung im Nachhinein.
OciDeck web läuft in Ihrem Browser
Wenn Sie OciDeck im Browser nutzen möchten, gehen Sie zu ocideck.nl. OciDeck web ist eine Flutter-Web-App. Die Anwendung wird in Ihren Browser heruntergeladen und läuft dort. Die eigentliche Arbeit geschieht clientseitig: Bearbeiten, Live-Vorschau, Datenschutzprüfung mit OciWacht, Export nach PDF, PPTX und HTML sowie der CVSS-Builder.
Der Inhalt des Decks muss daher nicht zur Verarbeitung an ein Backend gesendet werden. Der Hostingserver hat keinen Einblick auf Anwendungsebene in Ihr Deck, Ihre Änderungen, Datenschutzbefunde oder Exporte. Es gibt auch keine eingebaute Telemetrie oder Analytics: keine versteckte Nutzungsmessung, keinen Tracking-Code und kein Phone Home zum OciDeck-Hostingserver.
Ein paar praktische Nuancen gehören dazu:
- Ein Webserver sieht immer gewöhnliche Access-Logs. Der Server, der die App ausliefert, kann daher Logzeilen mit zum Beispiel IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderten Dateien und User-Agent haben. Das zeigt, dass jemand die App geladen hat, aber nicht, was diese Person in OciDeck tut.
- Für den URL-Import kann OciDeck web einen optionalen Fetch-Proxy verwenden, wenn eine Quelle keinen CORS-Zugriff erlaubt. Nur in diesem konkreten Fall sieht der Server die eingegebene URL und ruft die Bytes ab. Der Proxy ist als begrenzte Weiterleitung gedacht, nicht als inhaltliche Prüfung Ihres Decks.
- Andere Netzwerkverbindungen werden vom Benutzer ausgelöst und gehen an Ziele, die Sie selbst auswählen oder konfigurieren, etwa optionale KI-Unterstützung, WebDAV/Nextcloud, eine CVE-Datenbank, secmodule-Provisioning oder eine URL, die Sie selbst importieren.
Kurz gesagt: OciDeck web verarbeitet Ihre Präsentation im Browser. Der Host sieht keine Deckinhalte oder Änderungen, aber wie bei jeder Web-App können gewöhnliche Serverlogs existieren, und bei Nutzung des Fetch-Proxys ist die eingegebene externe URL für diesen Proxy sichtbar.
Was OciDeck steuert
OciWacht sucht lokal nach Daten, die möglicherweise vertraulich sind. Berücksichtigen Sie Identifikationsnummern, IBANs, Zahlungskarten, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, API-Schlüssel, Token, private Schlüssel, Passwörter, spezielle Kategorien persönlicher Daten und Muster, die bei regelmäßigen Scans leicht übersehen werden, wie z. B. Benutzerpfade oder Freigabelinks mit integriertem Zugriff.
Der Check ist als Hilfestellung gedacht. OciDeck entscheidet nicht darüber, ob etwas rechtlich geteilt werden darf oder nicht. Der Autor behält die Kontrolle und entscheidet, was mit jedem Befund geschehen soll.
Warum das anders ist, als nur Schwarz zu malen
Viele Schwärzungen in Dokumenten sind kosmetischer Natur: Ein schwarzer Balken wird über den Text gelegt, während die ursprünglichen Informationen manchmal noch in der Datei, den Metadaten, den Notizen oder einer Exportebene verbleiben können.
OciDeck verfolgt einen anderen Ansatz. Daten, die für eine Zielgruppe weggelassen werden müssen, werden an einer Projektionsgrenze gestoppt. Das bedeutet: Was nicht an den Empfänger gelangen darf, gelangt nicht in die Rendering- oder Exportebene. Es gehört nicht auf den Bildschirm, nicht ins PDF, nicht in PPTX, nicht in HTML, nicht in Vortragsnotizen und nicht in Dokumentmetadaten.
Dies ist besonders wichtig für Präsentationen, die in mehreren Formaten verwendet werden. Für den Kunden oder Forscher ist möglicherweise ein vollständiges Deck erforderlich, während eine bearbeitete Version für eine breitere Gruppe geeignet ist. OciDeck unterstützt dies aus einer Hand.
Auswahlmöglichkeiten pro Folie
Für jeden Befund können Sie aus praktischen Optionen wählen:
- Akzeptieren, wenn die Daten bewusst in die Präsentation einbezogen werden.
- Mit Warnung akzeptieren, wenn der Empfänger sehen muss, dass die Folie persönliche oder sensible Daten enthält.
- Aus Anzeige und Export auslassen, wenn die Daten nicht an diese Zielgruppe gelangen dürfen.
Diese Auswahl kann pro Folie oder allgemeiner angewendet werden. Dadurch eignet sich OciDeck für Schulungen, Präsentationen von Vorfällen, Ergebnisse von Pentests, rechtliche Zusammenhänge und interne Briefings, bei denen dieselbe Quelle möglicherweise nicht immer für alle den gleichen Inhalt anzeigt.
Warum das etwas Besonderes ist
Bei OciDeck ist der Schutz der Privatsphäre nah am Inhalt. Das Tool verfügt über Folien, Notizen, Tabellen, Code, Grafiken und Exporte als Teile einer Präsentation. Dadurch können Datenschutzprüfungen durchgeführt werden, bevor eine Präsentation angezeigt oder geteilt wird.
Dies macht den Ansatz aus geschäftlicher Sicht nützlich:
- es verringert die Wahrscheinlichkeit unbeabsichtigter Datenlecks;
- es macht bewusste Teilentscheidungen deutlicher;
- es unterstützt unterschiedliche Zielgruppen aus einer Hand;
- es verhindert, dass bearbeitete Daten in einer Exportdatei verbleiben;
- Es eignet sich für Situationen, in denen Vertraulichkeit, Prüfwert und Reproduzierbarkeit wichtig sind.
OciDeck garantiert nicht, dass jeder sensible Wert immer gefunden wird. Das kann kein Scanner zuverlässig versprechen. Das Ziel ist klar: die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass sensible Daten unbemerkt bleiben, wenn eine Präsentation gezeigt, geteilt oder exportiert wird.