Das Konzept nahm im Europa des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit Gestalt an. Im 16. Jahrhundert beschrieb Jean Bodin eine höchste, dauerhafte Staatsmacht. Der Westfälische Frieden von 1648 knüpfte dann die Souveränität stark an Territorialstaaten und das Prinzip der Nichteinmischung.
Später verlagerte sich die Legitimität von den Monarchen auf das Volk und die Staaten begannen, Machtbefugnisse gemeinsam auszuüben, beispielsweise innerhalb der Europäischen Union. Die Geschichte zeigt, dass sich Souveränität immer um die gleiche Kernfrage dreht: Wer hat letztendlich das letzte Wort?