In AG Connect 5 (2026) ist mein Artikel Souveränität ist keine Ideologie, sondern Sicherheitspolitik erschienen. Am Beispiel der US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof zeigt er, dass digitale Abhängigkeit ein konkretes Informationssicherheitsrisiko ist.
Eine ausländische Regierung muss keinen Server hacken, um die IT einer Organisation lahmzulegen; ein Sanktionsbeschluss kann genügen. Karim Khan, Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, verlor seinen Microsoft-Arbeitsplatz, und der niederländische Dienstleister ProcoliX teilte dem Gerichtshof mit, seine Dienste einstellen zu müssen. Das berührt unmittelbar die drei Ziele der Informationssicherheit: Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit.
Der Artikel behandelt:
- wie eine Sanktion als Angriffsvektor wirkt und warum ein kleiner europäischer Anbieter sie nicht überlebt;
- was der CLOUD Act, FISA 702 und der Fall Crypto AG für Vertraulichkeit und Integrität bedeuten;
- warum die Beschaffung entscheidend ist: 80 bis 85 % des europäischen Cloud-Markts von mehr als 61 Milliarden Euro gehen an Anbieter unter US-Recht;
- wie das European Cloud Sovereignty Framework und die SEAL-Stufen Souveränität prüfbar machen, auch als Anforderung in einer Ausschreibung;
- ein Praxistest mit OciDeck und drei Prozesse, mit denen Organisationen beginnen können.
Den Artikel als PDF lesen (AG Connect 5 – 2026, Seiten 70–73, 1,5 MB).
